Die Hethiter – antike Großmacht in Anatolien

Eine archäologische Reise ins zentrale Anatolien.

Eine Reise mit der ARGE Archäologie in die Antike. Ein Archäologie nimmt Sie mit zu den spektakulären Entdeckungen der hethitischen Kultur in Anatolien.

Obwohl die „Hethiter“ schon im Alten Testament erwähnt werden, hat es lange gedauert, bis dieses Volk auch durch archäologische Funde belegt werden konnte. Schuld daran war Herodot, der ein hethitisches Felsrelief fälschlicherweise einem ägyptischen Pharao zuschrieb. Und erst 1915 erbrachte der tschechische Philologe Bedrich Hrozny den Nachweis, dass es sich bei den Hethitern um ein indogermanisches Volk handelte, das im Verlauf des 2. Jahrtausends v. Chr. nach Anatolien eingewandert und dabei auf eine vorhethitische Bevölkerung, die Hattier, gestoßen war. 

Als erste historisch belegte Könige, die die Keimzelle zum späteren hethitischen Großreich legten, gelten Pithana von Kuššara, der die altassyrische Handelskolonie von Kaneš unweit des heutigen Kayseri eroberte, und dessen Sohn und Nachfolger Anitta, der diesen Ort zur ersten Hauptstadt machte. Mit dem bald darauf gegründeten Hattuscha, dem heutigen Boğazköy, in Zentralanatolien als neuer Residenzstadt entstand rasch ein Großreich, das zum Höhepunkt seiner politischen Macht über Anatolien hinaus in die Levante expandiert war und zuletzt direkt an das ägyptische Imperium angrenzte.
Der schwelende Grenzkonflikt führte 1274 v. Chr. zur Schlacht von Qadesch zwischen König Muwatalli II. und Pharao Ramses II. Zwischen diesem Pharao und König Hattuschili III. kam es 16 Jahre später zu einem schriftlich fixierten Friedensvertrag, dem ersten seiner Art in der Menschheitsgeschichte. Danach halfen die Ägypter den Hethitern sogar bei einer Hungersnot mit Getreidelieferungen aus. Wahrscheinlich war es auch eine globale Dürreperiode, die schließlich ein knappes Jahrhundert später den Zusammenbruch des offensichtlich auch durch innere Wirren geschwächten hethitischen Großreiches bewirkte. Im Verlauf des 1. Jahrtausends v. Chr. entstanden auf dem Gebiet des vormaligen Großreichs eine Reihe von Kleinkönigtümern, die nach und nach vom neuassyrischen Großreich geschluckt wurden.

Besonderheiten dieser Reise:

  • Archäologe als Reiseleiter (Mag. Joachim Willeitner)
  • Bedeutende Ausgrabungsstätten der Hethiter
  • Faszinierende Felsreliefs
  • Höhlenarchitektur Kappadokiens
  • Hethiterhauptstadt Hattuscha
  • Museum für Anatolische Zivilisationen

Für alle weiteren Details lesen Sie bitte den Reiseverlauf:

1. Tag (Do. 13.06.2024): Anreise über Konya
Individuelle Anreise nach Konya und Transfer zum Hotel. Zeit zum ersten Kennenlernen beim gemeinsamen (optionalen) Abendessen. 2x Übernachtung in Konya

2. Tag (Fr. 14.06.2024): Çatalhöyük und hethitische Monumentaldenkmäler
Es war eine Sensation, als in den 1960er Jahren der britische Archäologe James Mellaart unweit von Konya die neolithische Siedlung von Çatalhöyük entdeckte und ausgrub. Die Häuser waren puebloartig ohne trennende Gassen eng aneinandergebaut und waren nur über die Flachdächer zugänglich. Die umfangreichen Funde sprachen dafür, dass die dortige Gesellschaft matriarchalisch aufgebaut war, weswegen Çatalhöyük schnell als „Stadt der Frauen“ populär wurde.
Wir besuchen am Vormittag diese wichtige prähistorische Ausgrabung, und nachmittags stehen zwei eindrucksvolle hethitische Monumente auf dem Programm: die noch unvollendet im Steinbruch liegende Großskulptur von Fasıllar, eine rund 8 m hohe und etwa 70 t schwere Standfigur, die wahrscheinlich den Gott Teschub zeigt (eine aufgerichtete Kopie davon werden wir am Ende der Reise im Museum von Ankara bewundern können), und als zweites das Quellheiligtum von Eflatunpınar mit seiner rund 30 x 40 qm großen steinernen Einfassung, an deren Rückwand eine aus großen Quadern aufgerichtete und 3,2 m hohe Reliefwand mehrere hethitische Berg- und Wassergottheiten zeigt. Zwischen den beiden hethitischen Fundorten halten wir noch an der seldschukischen Esrefoğlu-Moschee in Beysehir aus dem ausgehenden 13. Jh., die aufgrund ihrer einmaligen Holzarchitektur auf der Vorschlagsliste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.

3. Tag (Sa. 15.06.2024): Mevlana-Museum und Felsrelief von İvriz
Konya ist die Hauptwirkungsstätte von Rumi, dem bedeutendsten persischsprachigen Poeten des 13. Jahrhunderts, der von seinen Verehrern Mevlana („unser Meister“) genannt wird. Er gab auch der islamischen Mystik entscheidende Impulse, so geht beispielsweise der Orden der tanzenden Derwische auf ihn zurück. Die Moschee mit seinem Mausoleum stellt eine wichtige muslimische Pilgerstätte dar. Im Gebäudekomplex befindet sich auch ein Museum, das über das Lebenswerk von Mevlana informiert. Danach geht es zum späthethitischen Felrelief von İvriz unweit von Ereğli, das auf König Warpawallasch von Tuwana aus dem 8. Jh. v. Chr. zurückgeht. Das rund 4,2 x 2,4 qm große Bildfeld zeigt den Herrscher zusammen mit dem Gott Tarhunza und gilt als besterhaltenes aller hethitischen Felsreliefs. Wahrscheinlich war es, worauf hier zutage getretene Skulpturen- und Inschriftenfragmente hinweisen, Teil einer Kultstätte, die sich an der nahegelegenen Quelle des Flusses Ivriz Suyu befand. Danach geht es weiter in die Tufflandschaft Kappadokiens.
3x Übernachtung in Gelveri (Güzelyurt)

4. Tag (So. 16.06.2024): Museum Aksaray und Aşıklıhöyük
Wir starten mit dem Besuch des neu eröffneten Museums in Aksaray mit archäologischen Funden von der Prähistorie bis in frühislamische Zeit. Mehrere Vitrinen sind den Objekten von Aşıklıhöyük gewidmet. Zu den spektakulärsten Stücken von dort zählt ein menschlicher Schädel mit einer Trepanation (Schädelöffnung), welche die Patientin noch ein paar Tage überlebte. Diesen wichtigen neolithischen Fundort, an dem immer noch Ausgrabungen stattfinden, suchen wir gleich im Anschluss an den Museumsbesuch auf. Bevor wir nach Güzelyurt zurückkehren, verschaffen wir uns mit einer kurzen Wanderung im Ihlara-Tal einen ersten Eindruck von der Höhlenarchitektur Kappadokiens. Übernachtung in Gelveri (Güzelyurt)

5. Tag (Mo. 17.06.2024): Die Rote Kirche
Hauptbesuchspunkt des Vormittags wird unweit von Sivrihisar die frühbyzantinische „Rote Kirche“ (Kizil Kilise), eine eindrucksvolle Ruine aus rotem Sandstein aus dem 5. oder 6. Jh. Wegen der kunstgeschichtlichen Bedeutung des sanierungsbedürftigen Gebäudes, das schon von der berühmten britischen Orientreisenden Gertrude Bell erstmals dokumentiert wurde, sind jüngst Überdachungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen worden. Anschließend fahren wir weiter nach Niğde, wo wir das archäologische Museum besuchen werden. Hier wird uns auf einer nahe dem Burghügel von Nigde gefundenen Stele auch König Warpawallasch wieder begegnen. Wichtige prähistorische Fundstücke stammen zudem vom Porșuk Höyük und vom Köșk Höyük. Die im Museum zudem gezeigten Objekte aus Açemhöyük sind insofern interessant, weil sie teilweise aus einer altassyrischen Handelskolonie (einem sog. karum) stammen, von denen wir zwei Tage später die bedeutendste in Kültepe bei Kayseri besuchen werden.

6. Tag (Di. 18.06.2024): Gelveri und hethitische Felsreliefs
Gelveri ist der langjährige griechische Name des heutigen Güzelyurt („Schöne Weide“). Schon im 3. Jahrhundert, als der Ort noch Karballa hieß, siedelten sich hier mehrere christliche Klostergemeinden an. Hier wirkte im 4. Jh. auch der bedeutende Kirchenvater Gregor von Nazianz. Vom einstigen reichen christlichen Leben zeugen heute noch mehrere freistehende oder in den weichen Tuff eingetiefte Höhlenkirchen.
Danach besuchen wir die beiden hethitischen Felsreliefs von Fıraktın und İmamkulu. Beim erstgenannten ist die insgesamt 3,2 m breite Szenerie dreigegliedert: ganz links erscheint der Hethiterkönig Hattuschili III. beim Opfer vor dem Wettergott, in der Mitte ist seine Gemahlin Puduhepa beim Opfer vor der Göttin Hepat wiedergegeben und rechts ist eine Inschrift mit großformatigen luwischen Hierogglyphen angebracht. Wahrscheinlich ist das Relief unvollendet geblieben und möglicherweise erst von Hattuschilis Sohn und Nachfolger Tudhaliya IV. in Auftrag gegeben worden.
Hingegen ist beim Relief von İmamkulu völlig unklar, wie es zeitlich einzuordnen ist; denn die Familienverhältnisse des dort in der hieroglyphenluwischen Inschrift genannten Prinzen Kuwalanamuwa sind unbekannt. Auch hier sind auf dem 3,2 x 2 qm großen Bildfeld wieder mehrere Motive untergebracht, wobei die Wiedergabe des Wettergottes, der in einem Streitwagen über die gebeugten Nacken von drei stehenden Berggöttern hinwegfährt, das zentrale Motiv darstellt. Danach setzen wir die Fahrt fort bis Kayseri.
1x Übernachtung in Kayseri

7. Tag (Mi. 19.06.2024): Museum Kayseri, Kültepe
Wenn wieder geöffnet, starten wir das Besuchsprogramm mit dem archäologischen Museum von Kayseri, das erst vor zwei Jahren in die zentral gelegene Zitadelle verlegt wurde. Dem Festungsareal gegenüber liegt die Sahabiye-Medrese mit ihrer prunkvollen seldschukischen Außenfassade. Ein weiteres Bauwerk mit aufwendigem seldschukischem Dekor ist das im Volksmund „Döner Kümbet“ benannte polygonale Grabmal. Danach fahren wir zur bedeutenden Grabungsstätte von Kültepe mit den Überresten des antiken Kaneš-Neša, die nicht nur die bedeutendste der altassyrischen Handelskolonien, das Karum Kaneš, sondern auch Wohn- und Palastarchitektur der einheimischen Bevölkerung beherbergt. Die weitreichenden Wirtschaftsbeziehungen und Handelskontakte sind durch mehrere Kaufmannsarchive auf insgesamt mehr als 23 000 Tontafeln in altassyrischer Keilschrift überliefert. Die Eroberung der Stadt Kaneš durch Pithana von Kuššara gilt als Geburtsstunde des späteren hethitischen Großreiches. Danach steuern wir Boğazköy an, wo sich die Hethiterhauptstadt Hattuscha befand.
2x Übernachtung in Boğazkale

8. Tag (Do. 20.06.2024): Hattuscha und Yazılıkaya
Wir halten uns den ganzen Tag in den weitläufigen, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörigen Ruinen der Hethiterhauptstadt Hattuscha mit dem benachbarten Felsheiligtum von Yazilikaya auf und beginnen den Besuch im neu eröffneten Museum von Boğazköy mit zahlreichen sensationellen Objekten. Die zahlreichen Tempelreste in Hattuscha veranschaulichen, warum die Hethiter als „Volk der tausend Götter“ gelten. Besonders eindrucksvoll sind vor allem die drei mit Skulpturen dekorierten Tore der Oberstadt (Löwen-, Sphinx- und Königstor) sowie der unterirdische Gang von Yerkapi, auf dessen Mauerquadern erst kürzlich Bauinschriften in roter Farbe entdeckt wurden. Zu den neueren Funden zählt zudem die sog. „Hieroglyphenkammer“ und das ihr angegliederte große kultische Wasserbecken. Etwas abseits des hügeligen Geländes der Hauptstadt liegt in einer Bergschlucht das Heiligtum von Yazilikaya mit zahlreichen Felsreliefs. Auf den Darstellungen erscheinen sowohl Götterprozessionen als auch König Tudhaliya IV. als mutmaßlicher Auftraggeber der Kultstätte. 

9. Tag (Fr. 21.06.2024): Alaçahöyük, Şapinuva und Museum in Çorum
Mit Alaçahöyük besichtigen wir vormittags eine weitere bedeutende hethitische Stadtanlage, bei der besonders die Quader der Stadtmauer, die teilweise Reliefszenen aufweisen, und das Sphingentor dazwischen beeindruckend sind. Der Ort war aber auch schon in vorhethitischer Zeit unter den Hattiern ein wichtiges Machtzentrum, denn hier kamen mehrere Fürstengräber mit reichen Beigaben ans Tageslicht, die sich heute in den Archäologischen Museen von Ankara und Corum befinden. Erst seit 1990 wird unweit von Ortaköy mit Şapinuva ein weiterer hethitischer Ort ausgegraben, der offensichtlich auch ein wichtiger Warenumschlagplatz war. Die freigelegten Hauptgebäude sind mit unzähligen großformatigen Vorratsgefäßen angefüllt. Die dort ans Tageslicht getretenen Objekte, darunter der bislang einzige bekannte hethitische Helm, ein Siegelstempel mit Griff und eine Goldbrosche mit ägyptisierenden Blütenmotiven, befinden sich heute im Museum von Ҫorum, das abschließend auf dem Besuchsprogramm steht.
1x Übernachtung in Çorum

10. Tag (Sa. 22.06.2024): Museum für Anatolische Zivilisationen
Den Vormittag über fahren wir in die türkische Landeshauptstadt Ankara, wo der ausführliche Besuch des Museums für anatolische Zivilisationen den Abschluss unserer Rundreise bildet. Wir können anhand der ausgestellten Stücke in Gedanken nochmals die gesamte Fahrt vor unserem geistigen Auge vorüberziehen lassen: die im Garten aufgestellte Monumentalfigur von Fasıllar, die Wandmalereien und plastischen Reliefs von Ҫatal Höyük, die Tontafeln und Idole aus dem Karum Kanesch (Kültepe), die Beigaben der Fürstengräber und die originalen Reliefs der Stadtmauern von Alaça Höyük, um nur die wichtigsten der Objektgruppen zu nennen. Bei einem gemeinsamen (optionalen) Abendessen heißt es dann Abschied zu nehmen.
1x Übernachtung in Ankara

11. Tag (So. 23.06.2024): Abreise über Ankara
Nach dem Transfer zum Flughafen Ankara erfolgt der Rückflug zu den jeweiligen Heimatorten.

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Diese Reise wird in Kooperation der ARGE Archäologie durchgeführt.

Teilnehmerzahl: min. 6 / max. 14 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.


Diese Reise ist nicht mehr buchbar / es gibt noch keine Folgetermine. Möchten Sie auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
  • 10x Übernachtung mit Frühstück (2x Konya, 3x Gelveri/Güzelyurt, 1x Kayseri, 2x Boğazkale, 1x Çorum, 1x Ankara)
  • Alle CityTaxes/Übernachtungsabgaben
  • Alle Eintritte und Führungsgebühren im Rahmen des beschriebenen Reiseprogramms
  • Alle Transfers ab Flughafen Konya bis Flughafen Ankara und Tagesausflüge mit einem Reisebus/Kleinbus der Gruppengröße entsprechend
  • Durchgängige qualifizierte archäologische Reiseleitung
  • 100% CO2-Kompensation der Flüge durch atmosfair
  • Anreise. Wir buchen gerne für Sie die Flüge nach Konya und zurück von Ankara.
  • Reiseversicherung: Wir empfehlen eine Reiserücktrittversicherung, die Sie unkompliziert unter reiseschutz.kulturtours.de buchen können.
  • Alle Mahlzeiten außer Frühstück

  • Trinkgelder
  • Verlängerungsnächte in Ankara. Wir machen Ihnen gerne eine unverbindliches Angebot.

Während dieser Reise sind moderate Spaziergänge/Wanderungen eingeplant. Bitte achten Sie daher auf trittsichere Schuhe und wegen des teilweise dornigen Gestrüpps auf strapazierfähige Bekleidung!

Die Anreise nach Konya und Rückreise ab Ankara erfolgt individuell. Wir sind Ihnen gerne bei der Reiseplanung behilflich.


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen

Das Löwentor in Hattuscha Das Löwentor in Hattuscha © Ingeborg Simon, CC BY-SA 3.0

Hattuscha: die Hauptstadt der Hethiter

Wir halten uns einen ganzen Tag in den weitläufigen, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörigen Ruinen der Hethiterhauptstadt Hattuscha mit dem benachbarten Felsheiligtum von Yazilikaya auf und beginnen den Besuch im neu eröffneten Museum von Boğazköy mit zahlreichen sensationellen Objekten. Die zahlreichen Tempelreste in Hattuscha veranschaulichen, warum die Hethiter als „Volk der tausend Götter“ gelten. Besonders eindrucksvoll sind vor allem die drei mit Skulpturen dekorierten Tore der Oberstadt (Löwen-, Sphinx- und Königstor) sowie der unterirdische Gang von Yerkapi, auf dessen Mauerquadern erst kürzlich Bauinschriften in roter Farbe entdeckt wurden. Zu den neueren Funden zählt zudem die sog. „Hieroglyphenkammer“ und das ihr angegliederte große kultische Wasserbecken.

Funde aus Kültepe im Museum für Anatolische Zivilisationen Funde aus Kültepe im Museum für Anatolische Zivilisationen © Ingeborg Simon, CC BY 3.0

Museum für Anatolische Zivilisationen

Das Museum in der türkischen Landeshauptstadt Ankara bildet den Abschluss unserer Rundreise. Wir können anhand der ausgestellten Stücke in Gedanken nochmals die gesamte Fahrt vor unserem geistigen Auge vorüberziehen lassen: die im Garten aufgestellte Monumentalfigur von Fasıllar, die Wandmalereien und plastischen Reliefs von Ҫatal Höyük, die Tontafeln und Idole aus dem Karum Kanesch (Kültepe), die Beigaben der Fürstengräber und die originalen Reliefs der Stadtmauern von Alaça Höyük, um nur die wichtigsten der Objektgruppen zu nennen.

Türkei Reisewissen und Informationen

Ortszeit
Mitteleuropäische Zeit + 2 Stunden
Währung
1 Türkische Lira (TL) = 100 Kuruş. 1 TL = 0,03 Euro (Stand. 01.11.23). Bargeldabhebung sowie Zahlung mit Kredit- und EC-Karte möglich.
Sprache

Die National- und Amtssprache ist Türkisch. In den typischen Urlaubsgebieten wird vielerorts auch Deutsch oder Englisch gesprochen.

Das Klima in der Türkei teilt sich in verschiedene Zonen. Mediterranes Klima mit einem trockenen und warmen Sommer sowie einem milden, regnerischen Winter herrscht vor allem an den Küsten im Süden und Westen. Die nördliche Küste liegt im ozeanischen Klima mit geringeren Durchschnittstemperaturen. Istanbul liegt im Übergangsklima zwischen beiden Zonen. Im Inland herrscht kontinentales Klima mit deutlicheren Unterschieden zwischen den Jahreszeiten. Vor allem im Osten der Türkei herrschen deutliche Temperaturschwankungen und der Winter fällt wesentlich kälter aus als im Westen des Landes.

Jahresdurchschnittstemperatur liegt im Süden bei ca. 24 Grad, im Westen bei 22 Grad und in den übrigen Regionen bei unter 20 Grad, wobei der Wert von Westen nach Osten kontinuierlich abnimmt.
Die wärmsten Monate sind je nach Region der Juli oder August, was für die Mittelmeerküste ca. 34 Grad und das Inland 28 Grad im Durchschnitt bedeutet.
Minusgrade treten in den Küstenregionen so gut wie nie auf. Im Inland liegen die Tagestiefstwerte zwischen Dezember und März teilweise deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Niederschlag ist vor allem während der Wintermonate zu beobachten. Von Norden nach Süden nimmt der Niederschlag in den Sommermonaten deutlich ab. Im Inland ist der Mai im Mittel der niederschlagsreichste Monat, an den Küsten ist es meist der Dezember.

Die türkische Küche stellt eine Weiterentwicklung der ursprünglichen nomadischen Kochtradition der Turkvölker durch Vermischung mit der indischen, persischen, kurdischen Küche, islamisch-arabischen Küche sowie den Kochtraditionen der Völker des Mittelmeerraumes und des Kaukasus, wie zum Beispiel der armenischen und/oder aramäischen Küche dar. Die Übergänge zur orientalischen Küche oder zur Balkanküche sind fließend.

Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte besonders unter der Prägung der osmanischen Kultur und Lebensweise zur heutigen charakteristischen türkischen Küche. Der kosmopolitische Aspekt der osmanischen Hofküche wird heute wieder betont zelebriert (Quelle: Wikipedia)

Die ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den Großstädten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater Krankenhäuser bieten ein annähernd europäisches Niveau. Die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Fachärzte stehen häufig erst im nächstgelegenen Krankenhaus zur Verfügung.

Ein vorhandener gültiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenscheine T/A 11) wird seit September 2019 in der Praxis nur noch für Notfallbehandlungen akzeptiert. Über den jeweiligen Leistungsumfang entscheiden die Leistungserbringer, d.h. Ärzte und Krankenhäuser vor Ort. Bei allen übrigen Behandlungen wird daher in der Regel eine finanzielle Vorleistung der Versicherten gefordert. In Privatkliniken ist es üblich, vor Behandlungsbeginn eine gedeckte Kreditkarte oder Bargeld einzufordern.

Empfehlung: Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).

Während dieser Reise sind moderate Spaziergänge/Wanderungen eingeplant. Bitte achten Sie daher auf trittsichere Schuhe und wegen des teilweise dornigen Gestrüpps auf strapazierfähige Bekleidung!

Die Anreise nach Konya und Rückreise ab Ankara erfolgt individuell. Wir sind Ihnen gerne bei der Reiseplanung behilflich.

Die Einreise ist für deutsche und österreichische Staatsangehörige mit Reisepass oder Personalausweis möglich. Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.

Schweizer Staatsangehörige wenden sich bitte an die entsprechende Landesvertretung in der Schweiz für weitere Informationen zur Einreise.


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